Die Helden und Städte des HoMM 3 Grundspiels sind bemalt

10 Oktober 2026

Das ist mein erster (aber hoffentlich nicht letzter) Beitrag zum Bemalen von Miniaturen. Ich habe damals im Gymnasium damit begonnen als ich mit einer Gruppe Freunde angefangen habe Warhammer zu spielen. Noch heute sind die meisten meiner bemalten Miniaturen von diesem System. Im Verlauf der achten Edition habe ich immer weniger gemalt und schließlich so gut wie ganz damit aufgehört. Nach einer langen Pause haben mich nun Brettspiele wieder zum Bemalen von Miniaturen zurückgebracht. Ich male langsam, aber langsam ist noch immer besser als gar nicht.

Ich bin ein Fan der Heroes of Might and Magic (HoMM) Serie und habe alle Spiele vom zweiten bis zum siebten Teil gespielt, vor allem Teil 3. Ein Freund hat bei der Crowdfunding-Kampagne der Brettspiel-Adaption mitgemacht und nachdem ich die Chance hatte das Brettspiel mit ihm zu spielen habe ich in die zweite Kampagne investiert. Nun bin ich stolzer Besitzer des Grundspiels und aller bisher veröffentlichten Fraktionen.

Ich habe mich entschieden zuerst die Helden und Städte zu bemalen und mir die Miniaturen der Einheiten für später aufzuheben, sodass ich so bald wie möglich bemalte Miniaturen auf den Spieltisch bringen kann. Der erste Schritt beim Bemalen ist natürlich das Grundieren. Weil das mein erster Beitrag zum Thema ist zeige ich hier ein Bild der grundierten Figuren für die, die damit nicht vertraut sind.

Grundierte Figuren des Grundspiels. Sie sind für das Bemalen an alten Farbtöpfchen befestigt um sie besser halten zu können. Ich trage zuerst mit dem Spray eine schwarze Grundschicht auf und wenn diese trocken ist eine feine weiße "Sprühnebelgrundierung" um die Details besser sichtbar zu machen und die helleren Stellen, wo die Bemalung verstärken Lichteinfall simuliert, zu definieren.

Ich habe keine weiteren Aufnahmen vom Arbeitsprozess, der grundsätzlich so abläuft: Zuerst trage ich die Grundfarben auf die Miniatur auf. Je nach Beschaffenheit der Farbe sind das manchmal mehrere Schichten. Danach behandle ich die Figuren mit einem Wash. Im Prinzip ist das eine stark verdünnte Farbe, die sich am stärksten in den Vertiefungen der Miniatur sammelt. Normalerweise verwende ich dafür Schwarz oder auch hellere Washes für Haut und auf anderen hellen Grundfarben. Das gibt der Figur Tiefe und ist ein schneller und einfacher Weg die Schattenpartien zu "bemalen". Es erzeugt auch einen "blacklining" Effekt, also die Abgrenzung verschiedener Details voneinander durch dünne schwarze Linien. Die HoMM Miniaturen sind sehr hübsch und detailreich, aber besonders diejenigen des Grundspiels und der ersten Erweiterungen leiden unter unscharf gegossenen Details, was sie sehr von diesem Effekt profitieren lässt.

Aber genug davon. Nachdem die Washes getrocknet sind helle ich die Miniatur wieder auf und arbeite mich hin zu den Stellen, an denen am meisten Licht einfallen würde und die daher auch auf der Miniatur am hellsten sein sollten. Zuletzt gestalte ich noch das Base, also den Plastik-"Sockel" auf dem die Figur steht. Diese letzten Schritte machen mir am meisten Spaß und es sind für gewöhnlich die Lichter, auf denen beim Betrachten der Miniatur die meiste Aufmerksamkeit liegt. Sehen wir uns jetzt die bemalten Miniaturen an, beginnend mit der Schloss-Fraktion mit ihren beiden Helden Lord Haart und Adelaide.

Beginnen wir mit dem Macht-Helden der Schloss-Fraktion, der vermutlich von Lord Haart inspiriert ist.
Die Seitenansicht zeigt die detailliert modellierte Ausrüstung des Ritters.
Die Magie-Heldin des Schlosses, die Klerikerin, wurde vermutlich von Adelaide inspiriert.
Die Seitenansicht zeigt vor allem die Stoff-Teile der Miniatur.
Die Miniatur der Schloss-Stadt.

Als nächstes kommt die Dungeon-Fraktion mit einer ziemlich coolen Overlord-Miniatur, die ich keinem bestimmten Helden aus dem Computerspiel zuordnen kann, und einem Warlock der für mich Sephinroth darstellt.

Der Dungeon Macht-Held hat eine beeindruckende dynamische Pose, die schwierig mit einem Foto einzufangen ist.
Die Rückseite der Miniatur lässt einen muskulösen Rücken und Arme erkennen. Dieser Typ geht sicher fleißig ins Fitness-Center.
Der Dungeon Warlock hat ebenfalls eine recht dynamische Pose.
Seitenansicht von Sephinroth.
Die Miniatur der Dungeon-Stadt.

Schließlich erhebt sich die Nekropolis-Fraktion aus ihren Gräbern, beginnend mit einem beeindruckenden Todesritter (den ich erneut keinem bestimmten Helden des Computer-Spiels zuordnen kann), und einem Nekromanten der eindeutig vom berüchtigten Sandro inspiriert ist.

Der Todesritter hat eine mächtige, dynamische Pose, ähnlich wie der Dungeon Warlock. Das kahle, felsige Base, das mit Knochen übersät ist, passt gut zur Fraktion.
Die Seitenansicht zeigt ein paar weitere Details und auch die Dynamik der Pose.
Die zusammengesackte Pose von Reiter und Pferd bildet einen starken Kontrast zur mächtigen, dynamischen Pose des Todesritters. Sie vermittelt Gefühle von Krankheit und Tod, passend zur Natur des Nekromanten.
Seitenansicht von Sandro.
Die Miniatur der Nekropolis-Stadt ist ziemlich detailreich und eine der schönsten Stadt-Miniaturen im Spiel.

Um erhlich zu sein habe ich diese Miniaturen bereits vor einiger Zeit fertiggestellt, bin aber bisher nicht dazu gekommen über sie zu posten. Aber besser spät als nie. Die nächsten Miniaturen an denen ich arbeite sind nicht vom HoMM Brettspiel sondern von einem vergleichsweise schnellen Nebenprojekt, das ich bereits mehr als zur Hälfte abgeschlossen habe. Für heute beende ich diesen Beitrag mit ein paar Impressionen vom eigentlichen Brettspiel.

Während der Schloss-Kampagne. Ich glaube das Foto zeigt die zweite Mission.
Diese Nahaufnahme zeigt gut den Unterschied zwischen der bemalten und unbemalten Figur.
Die letzte Mission der Dungeon-Kampagne.